You know you are an au pair in Ireland if …

Some of you may know that from 2011 to 2012, I have spent a gap year in Ireland.  During this time, which was packed with exciting adventures and new experiences, I wrote a little list of things that I learned/experienced/noticed while working as an au pair for a wonderful host family. I hope you enjoy reading this.

Maybe you will only understand some of the points if you are or were an au pair in Ireland.

(I cannot take full credit for this list as many other au pairs have contributed to it when it was posted within a facebook group!) Please feel free to contribute to this list as well. Simply leave a comment :).

You know you are an au pair in Ireland if…

… you greet everyone with ‘hiya’

… you have started a love/hate relationship with tea

… you couldn’t agree more that the Irish are extremely friendly and welcoming

… you missed a bus not because you were too late but because you didn’t know that you have to wave wildly at the bus driver to stop

… you know that Irish bus timetables are not reliable – instead you are mostly grateful, when there are any busses running at all

… you’ve missed a bus not because you were too late, but because the bus was too early

… you know people called Moloney, O’Sullivan, O’Donavan, Murphy and know that they are not ALWAYS related to each other

… you think you’ve just heard someone speaking Irish, but it turns out it was English

… you absolutely love when an Irish man says „cheers“

… you know that in Ireland children eat ‚treats‘ all day long

… you’ve tried Bulmers, Murphys and/or Guinness

… you find that Lemsip actually really helps

… you’ve bought something in a charity shop

…you find that potatoes are served daily and with kind of every meal…

…you can’t cook the ‚tatoes‘ right. The Irish got their special way to prepare them.

…you know what ‚Ribena‘ is

…you always say ‚thanks and goodbye‘ to the bus driver

…you get a heart attack when you see the price of food and beauty products

…you see cows everywhere you go

…you find that there are more cows than sheep in general

…you know that ‚roosters‘ are potatoes

…the children usually get what they want, even if it’s the third chocolate bar just before lunch/dinner

…everything is ‚grand‘ or else: ’not too bad‘

…you LOVE Penneys and Forever 21

…the landscape is so stunning and beautiful that it´s sometimes hard to focus on the children

…you know that not all the Irish are red-heads (stereotype!)

…you hear ‚Galway Girl‘ and ‚Ring of Fire‘ nearly every time you go out… and you still love it!

…you can go into the same pub every f****** night of the week and it’s never boring!

…you can’t spell people’s names, because OWEN is Eoin and EVA is Aoife

…you always take your umbrella AND your sunglasses with you

…you chat with people wherever you go and most of the times the chat starts with a comment about the weather

…you know all the differences between every kind of sugar and flour that exists

…you say ’no bother‘ or ’no worries‘ instead of ‚you’re welcome‘

…you are not surprised anymore if the children just eat a plain piece of butter or if they lick it of the toast

…you know that the butter in Ireland is usually salted

… you have accepted that clubs are closing at 2am and don´t find it shocking anymore when the light is suddenly turned on and you’re ‚politely‘ guided out with a „Folks, enough now – go home – have a safe trip home“

… you eat these sticky sweets like toffee-chocolate-cake or marshmallow-rice-crispy-butter-squares

…the kids get treats nearly on every occasion – whether it’s for behaving nicely in the supermarket or doing what they’ve been told to do

…’toast‘ is called bread (what?)

…you miss brown bread

…you really think you will visit a TOWN, although the so called city has a population of not even 3.000

…you find yourself spending money nearly everywhere you go

…you have tried thousands of different recipes for scones, as they are offered to you almost everywhere you are

…you find it completely normal when a car is passing you with its windows open and you start chatting with the driver

…you use the word ‚filthy‘ rather than ‚dirty‘

…you know longer bother about the streets and don’t get frightened anymore, when a car is coming extremely close to yours

…your host parents have furniture from Argos and mugs and things from Dunnes Store

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Tutte le direzioni oder Susi & Strolch’s Abenteuer (Teil 6)

Es gab einen Tag während meiner Zeit in Italien an dem ich – ja es ist wahr – entsetzlich enttäuscht war. Nach einem erfolgreichen und selbstbewussten Fahrkartenkauf auf Italienisch („Un biglietto per Verona, per favore!“ – wie schön das klingt) und einer unterhaltsamen Zugfahrt von Desenzano nach Verona stand ich dort am Bahngleis und fragte mich wie immer zuerst eins: Verdammt, wo geht’s jetzt eigentlich lang?

Dazu eine kleine Anmerkung: Ich habe leider keinen Orientierungssinn! Und wenn ich doch einen besitze, dann reicht er allerhöchstens vom Wohnzimmer ins Badezimmer. Genau heute vor 2 Jahren lernte ich also Marburg auf eine ganz andere Art und Weise kennen – durch die OE (Orientierungseinheit) für alle neuen Studenten. Ich lernte, dass es in Marburg Trinkwasserbrunnen gibt und durchlief Gassen und Gänge der Oberstadt von denen ich gar nicht wusste, dass sie existierten. Ich besuchte mindestens 3 Kneipen in denen ich noch nie zuvor war. Und das als Marburgerin. Eine Schande. Zurück nach Verona.

Mittlerweile war auch meine Reisebegleiterin für den Tag angekommen. Eine Amerikanerin, die auf großer Europareise war und ebenfalls einen Aufenthalt in Italien einplante. Wir beschlossen einfach mal dem Strom zu folgen. Und genau das ist es, was uns an diesem Tag enttäuschte. Wir folgten den Touristenströmen zur Arena von Verona – hier dachten wir uns nur „mamma mia“ als wir die Eintrittspreise sahen aber reihten uns in die Schlange ein. Schließlich kletterten wir im allgemeinen Gedrängel die Stufen der Arena hinauf um die wunderschöne Aussicht zu genießen die hinter vier riesigen Kränen und dem Baulärm sicher recht lohnenswert gewesen wäre. Weiter ging es vom Torre dei Lamberti zur San Zeno Maggiore und über den Piazza Erbe zur Kathedrale und wiederum weiter zu anderen Sehenswürdigkeiten, die nur nach Bezahlung ungeheurer Geldsummen zugänglich waren. So hetzten wir schwitzend von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, ob sehenswert oder nicht und füllten regelmäßig unsere Wasserflaschen an den urigen Trinkwasserbrunnen auf die überall in der Stadt zu finden waren und von denen ich so begeistert war, denn solche gibt es ja NICHT in Marburg, wie ich immer wieder betonte. Und dann passierte es: Ich sah DAS Schild. Zum Casa di Giulietta. Julia’s Haus. (Genau, Shakespeare’s Julia). Es grenzt schon an Naivität hier einen wunderschönen, nostalgischen kleinen Innenhof zu erwarten, der von diesem kleinen und berühmten Balkon überblickt wird. Wildblumen, die sich ihren Weg durch das alte Gemäuer bahnen. Ruhe und Melancholie. Das erste was ich aber beim Betreten dieses kleinen „Paradises“ (ab)bekam, war der Ellbogen eines Mannes, der gerade im richtigen Winkel ein Foto von seiner Liebsten machen wollte. Etwas naiv wie ich bin und gelegentlich noch blickend durch den Disney-Tunnelblick, erbot sich mir ein Bild des Grauens. Souvenirshop an Souvenirshop, romantisch dreinblickende Damen die vor Julia’s Balkon posierten oder schelmisch-grinsende Männer, die Julia’s Statue „begrabschten“ (Es soll ja Glück bringen!). Die Wände übersäht mit kleinen Papierzetteln, Graffiti und vor allen Dingen Kaugummis. Nur fünf Minuten hielten wir es aus, von denen wir vier Minuten Kameras asiatischer Mitmenschen bedienen durften um von ihnen Fotos zu schießen. Arrivederci, Julia.

Enttäuscht gingen wir weiter. Wir lösten uns von den Touristen und bogen in eine Querstraße ein. Dann in die nächste. Dann in die nächste. Und so schnell hatten wir uns in den kleinen Seitengassen verirrt. Unsere Geldbeutel waren fast leer – doch hatten wir Hunger. Also beschlossen wir einfach weiterzugehen bis wir etwas Essbares finden konnten. Nur wenige Minuten später sahen wir ein kleines Schild welches zu einem Restaurant führen sollte. Wir betraten einen Hinterhof – ein plätschernder Brunnen, Efeu, bunte Blumen, kleine Holztische mit typisch rot-weiß karierten Tischdecken, gedeckt mit Weingläsern und Silberbesteck erwarteten uns. Ob Romeo und Julia hier ihr erstes Date hatten? Vielleicht. Es waren nur wenige andere Menschen da und wir suchten uns einen schönen Tisch neben dem Brunnen aus. Irgendwie heißen in Italien alle Giovanni, so auch der nette Herr der uns unsere Spaghetti Bolognese servierte. Wir verbrachten einen lustigen Abend mit italienischem Wein und Geigenmusik (und peinlichen Versuchen unser Italienisch zu perfektionieren). Wenn meine amerikanische Freundin ein amerikanischer Freund gewesen sei, hätte unser Abendessen auch die reale Version von Susi & Strolch sein können – ohne Flöhe allerdings. Wir lachten viel und hatten Spass – und das außerhalb der üblichen Touristenattraktionen, ganz unerwartet. Ganz auf Abwegen. Und das ist auch die Poente dieser Geschichte und das was ich aus Italien mitgenommen habe: Man kann seine eigenen Richtungen bestimmen und man sollte alle Wege ausprobieren. Auch die kleinen Seitenstraßen. Eben tutte le direzioni – ihr habt es erraten: Das sind meine Lieblingsworte auf Italienisch.

Und Walt Disney siegt über Shakespeare.

HAPPY END

Ein Leibchen für Sherlock Holmes (Teil 3)

Das Familienleben gestaltete sich als sehr abwechslungsreich und harmonisch. In den ersten Tagen lernte ich nicht nur Zwilling A von Zwilling B (ab sofort „Plitsch“ und „Platsch“ genannt, aufgrund der unverwechselbaren Plitsch-und-Platsch-Geräusche wenn sie über den Fließenboden rasten bzw. krabbelten) zu unterscheiden, sondern auch meine Löffel-ins-Glas-und-dann-zum-Mund-Geschwindigkeit beim Füttern zu verdreifachen. Anfangs mag es nicht so aussehen als ob 7 Monate alte Babys Forderungen stellen können – doch wenn es um den nächsten Löffel Babybrei ging, machten Plitsch und Platsch klare Ansagen. Kurz vor meiner Ankunft hatten die Zwillinge herausgefunden, dass man Arme und Beine als Fortbewegungsmittel nutzen kann und so verbrachte ich viel Zeit damit, die kleinen Ausreißer einzufangen oder sie zu trösten wenn ein Arm mal nicht die gewünschte Bewegung ausgeführt hatte und die Nase auf den Boden „platschte“. Das Gute: Plitsch und Platsch waren zwei glückliche kleine Jungs, die ihr Leben noch nach einer simplen Routine verbrachten: Essen, schlafen, spielen (die Glücklichen!).

Doch Plitsch und Platsch waren nicht in einzigen, die meine ungeteilte Aufmerksamkeit wollten. Sherlock Holmes, 2,5 Jahre alt, italienisch-österreichischer Meisterdetektiv und Liebhaber von Lego und Büchern, wollte natürlich auch mit mir spielen. Wie das Synonym schon besagt, lernte ich ihn als anfangs zurückhaltenden aber extrem neugierigen kleinen Jungen kennen, der alles erforschte, was er in seiner Umgebung finden konnte. Und wie jeder Junge (ich sollte ja nicht aus der Übung kommen), baute er gerne Lego. Mit Sherlock zu reden war fantastisch, wenn es auch anfangs eine Herausforderung war – schließlich weigerte er sich die ersten zwei Tage mit mir auf Deutsch zu reden. Obwohl er alles verstand was ich ihm sagte und erzählte, konnte er es noch nicht so ganz verstehen, dass da nun zwei Personen im Haus waren, die Deutsch sprachen. So antwortete er mir anfangs ganz oft auf Italienisch. Noch viel überraschender war es für mich, dass ich die einzelnen Worte oder Phrasen die er häufig benutze selbst ganz schnell drauf hatte. Kommandos und Befehle scheinen in jedem Land mit demselben dazu passenden Kindergesichtsausdruck zu kommen. Und als Mr. Holmes dann merkte, dass es viel leichter war mit mir auf Deutsch zu reden, stellte er sogar Fragen zur Geschichte, wenn ich ihm Dr. Seuss‘ „Der Kater mit Hut“ vorlas – mit meiner sehr freien Übersetzung aus dem Englischen ins Deutsche. (“I know it is wet and the sun is not sunny, but we can have lots of good fun that is funny.” – ein tolles Kinderbuch!)

Wer hätte es gedacht, aber Italienisch war manchmal nicht die einzige Sprachbarriere. Sowieso schalteten wir recht viel um zwischen Deutsch, Englisch und Italienisch, was manchmal zu lustigen Verwirrungen führte. Ein Deutsch-Deutsch Wörterbuch wäre zwar überflüssig gewesen, aber ich stand schon einen Moment verdutzt da und musste überlegen, als ich ein neues „Leibchen“ für Sherlock holen sollte. Was zum Teufel war ein Leibchen? So kam es öfter vor, dass wir uns über deutsche Vokabeln austauschen. An diesem Tag versuchte ich mir dann auch mein hessisches „net“ und „gelle“ abzugewöhnen – nur für den Fall der Fälle, dass ich nicht verstanden werde.

Ich verbrachte also 46 wunderbare Tage mit Plitsch, Platsch und Sherlock Holmes. Wir plitschten und platschen also über den Fußboden oder wir flogen aus auf der Suche nach Abenteuern. Nebenbei lernte ich viele tolle Dinge und trank eine Unmenge an Kaffee mit meinen Gasteltern. Und wir aßen viel Pasta… oh, ich glaube das nächste Mal lest ihr hier was über die italienische Küche.

Buongiorno, Gelatoland! (Teil 1)

Ja, hier bin ich wieder mit meinen Erzählungen aus der Ferne. Diesmal schreibe ich über 46 wunderbare und aufregende Tage im Heimatland der Gnocchi und Spaghetti und der Weinberge, des berühmtesten „politisch-aktiven“ Staubsaugervertreters der Welt und natürlich des Gelato (Eis Creme). Ein Land in dem der Andrea und der Gabriele männlich sind und man mit „Tschau“ (ok, eigentlich ciao) begrüßt wird, natürlich melodischer und schöner betont als im Deutschen. Das konnte ja nur fantastico werden.

Aber was macht sie in Italien fragt ihr euch? Und das auch noch 46 Tage lang? Vor Studienbeginn und nach meiner Rückkehr aus dem magischen Guinnessland lag noch soooo viel Zeit. Genug Zeit um noch einmal den Rucksack zu packen und aus Deutschland zu fliehen. Wieso Italien? Ein bisschen Schicksal und ein bisschen … mehr Schicksal. Auf einer Au Pair-Webseite registrierte ich mich für fünf verschiedene Länder doch aus Italien kam nun mal das schönste und netteste Angebot. Ein zweiter Grund könnte gewesen sein, dass eine meiner Lieblingsautorinnen namens Elizabeth Gilbert in ihrem wunderbaren Reisememoire Eat, Pray, Love über zwei Seiten mit Bravour die Beschaffenheit einer italienischen Pizza beschrieben hat UND dass sie dort eine Person getroffen hat, die Spaghetti mit Nachnamen heißt. Im Ernst, was wäre fantastischer als einen Menschen zu kennen, der Spaghetti mit Nachnamen heißt?

Wenn ihr über mein Leben als Au Pair mit einer italienisch-österreichischen Gastfamilie im wunderschönen Desenzano del Garda, Kulturunterschiede, italienisches Essen, Freunde finden, Jonglieren lernen, an Leuchttürmen spazieren gehen, Italienisch lernen, Deutsch lernen, Englisch lernen, Eis essen, campen, Berge besteigen, und vieles mehr lesen möchtet, bleibt einfach dran. Elizabeth Gilbert nahm am Ende viele Erinnerungen und ihr italienisches Lieblingswort mit nach Hause. Die wunderbaren Erinnerungen hab ich ganz sicher mitgenommen … aber ob ich auch solch ein italienisches Lieblingswort mitgebracht habe, erfahrt ihr bald!